Alten- und behindertengerechtes Wohnen in der Altstadt von Gotha
Eröffnung einer Ausstellung mit Diplom- und Projektarbeiten des Fachbereiches Architektur (Vertiefungsrichtung Bau- und Planungsmanagement) der FH Erfurt im Rathaus II, Ekhofplatz 24, Gotha am Mittwoch, 28.3.2007, 15:00 Uhr im Foyer
Am Fachbereich Architektur (Vertiefungsrichtung Bau- und Planungsmanagement) an der FH Erfurt unter Leitung von Prof. Gottfried Faulstich und Prof. Gerhard Meyer haben im Sommersemester 2006 zwanzig Studierende im Rahmen von Diplom- und Projektarbeiten in der Altstadt von Gotha alten- und behindertengerechte Wohnungen sowie Modelle des Mehrgenerationenwohnens für Brachen bzw. Problemgrundstücke in der Altstadt von Gotha geplant.
In der Gothaer Altstadt befinden sich Brachen, die u.a. in Folge des demographischen Wandels entstanden sind. Die Aufgabe war es, an diesen Stellen die Stadt zu reparieren und angemessene Nutzungskonzepte zu entwickeln. Zum Beispiel solche, die einem gesellschaftlichen Bedarf (Mehrgenerationenwohnen, preiswerter Wohnraum für Ältere etc.) entsprechen.
Die Studierenden wurden mit Rat und Tat durch Vertreter der Stadt Gotha, Bürgermeister Klaus Exner, Frau Bärbel Ernst und Herrn Roland Adlich sowie durch die Vorstände der Wohnungsbaugenossenschaft Gotha e.G. Frau Heike Backhaus und Herr Dr. Udo Bender unterstützt.
Nach der Ausstellungseröffnung stehen die Verfasser der Arbeiten zur Verfügung, um Fragen zu beantworten.
Diese Ausstellungseröffnung stellt gleichzeitig die Auftaktveranstaltung für die Studierenden der Vertiefungsrichtung Bau- und Planungsmanagement für das jetzt beginnende Sommersemester 2007 dar. Sie werden sich mit der Planung eines Quartierszentrums (Tagespflege, Poliklinik, Präventionsstützpunkt) beschäftigen und zudem ihre Aufmerksamkeit auf eine Zielgruppe zu lenken, die vermutlich in naher Zukunft in größerem Umfange Wohnraum nachfragen wird: Menschen, die in der Gemeinschaft leben wollen.
Dies sind nicht nur Behinderte, Kranke und Alte, die in der Gemeinschaft Unterstützung suchen sondern auch Menschen, gleichgültig ob Alleinstehende oder Familien, die durch das Leben in der Gemeinschaft für sich mehr Lebensqualität und Sinn erwarten.
Entscheidungsträgern und Investoren mangelt es häufig noch an Vorstellungskraft, dass Wohnprojekte dieser Art ein vorhandenes Bedürfnis befriedigen könnten. Insofern tragen diese Arbeiten dazu bei, das Spektrum von Handlungsalternativen zu erweitern und Mut zu machen, solche Projekte in Angriff zu nehmen.
Die Ergebnisse dieser Arbeiten sollen in einer weiteren Ausstellung zum Jahresende präsentiert werden.


