Presseinformation zur Eröffnung des Informationsbüros der Gothaer Innenstadtinitiative
Neue Perspektiven für Gothas Altstadt - Gotha lebt
Die Stadt Gotha engagiert sich inzwischen seit 15 Jahren in der Stadtsanierung. An vielen Gebäuden, Straßen und Plätzen nimmt man die positiven Veränderungen wahr.
Allerdings sind die gesetzten Sanierungsziele noch nicht in allen Teilen der Altstadt realisiert. Trotz der hohen Investitionsbereitschaft der Haus- und Grundstückseigentümer, des Einsatzes umfangreicher Fördermittel und der intensiven Beratung zu Themen der Stadtsanierung durch das Stadtplanungsamt der Stadt Gotha und den Sanierungsträger Wohnstadt Thüringen hat sich die Situation seit 1991 in verschiedener Weise geändert.
Anfänglich hohe Bodenpreise haben sich relativiert. Die meisten Eigentumsverhältnisse sind geklärt, jedoch bedeutet das nicht gleichzeitig Investitionen. Außerdem ist auch leider die Aufbruchstimmung in der klassischen Sanierung verflogen. Die Zeiten, in denen ein Haus vom Keller bis zum Dach mit allem was dazu gehört saniert wurde, sind vorbei. Oftmals wird eine Maßnahme auf Grund der wirtschaftlichen Situation der Eigentümer jetzt in kleinen überschaubaren Schritten realisiert und das meist über Jahre.
Aber nicht nur unsanierte Gebäude sind problematisch für das Erreichen der gesteckten Sanierungsziele. Kompliziert ist es auch brachliegenden Grundstücke wieder einer Nutzung zuzuführen und damit städtebaulich wichtige Lücken in der Altstadt zu schließen. Gerade die noch relativ geschlossene Quartierbebauung ist das Schützens- und Erhaltenswerte der Gothaer Altstadt.
Anfang der 90-iger Jahre war die Altstadt durch hohen Leerstand, fehlende Infrastruktur und mangelndes Angebot an Wohnungen und Gewerbeflächen gekennzeichnet und damit zum Wohnen und Arbeiten unattraktiv. Aus diesem Grund hatte Wegzug auf die „Grüne Wiese“ bei vielen Gothaern, die nach einem Standort für die eigenen vier Wände suchten, den Vorrang.
Die Stadt Gotha bemüht sich, auf diese geänderten Bedingungen einzugehen und mit neuen Angeboten und Möglichkeiten zu reagieren. Anhand der kontinuierlichen Nachfrage von Interessenten an einem Grundstück im Sanierungsgebiet ist zu spüren, dass mittlerweile auch die Gothaer wieder die Vorteile einer Wohnung oder eines Hauses in der Innenstadt zu schätzen wissen.
Die Gothaer Altstadt wird wieder der attraktive Mittelpunkt unserer Stadt. Die Infrastruktur, wie Leitungssysteme, Straßen und Freiflächen, Beleuchtung und Begrünung sind zum größten Teil instandgesetzt und bilden ein ansprechendes Ambiente zum Wohnen und Arbeiten. Hinterhöfe sind von eingestürzten Nebengebäuden beräumt und bieten Licht, Luft, Sonne und wohnungsnahe Freiräume zum Spielen für die Kleinen oder zum Entspannen für die Großen. Aber auch die Nähe zum Park ist ein großer Vorzug. Bei neuen Planungen für die Innenstadt werden Parkflächen für den ruhenden Verkehr vorgesehen oder beim Neubau von Gebäuden Stellplätze integriert, sodass sich die Stellplatzsituation sehr entspannt hat.
Ein wichtiger Faktor bei einer Entscheidung für die Altstadt sind die kurzen Wege zu öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Straßenbahn, so dass die Anschaffung eines 2. Autos oft nicht mehr nötig ist. Zu Fuß erreicht man öffentliche, kulturelle und Bildungseinrichtungen. Einkaufsmöglichkeiten liegen direkt vor der Haustür.
Um diese Vorteile noch mehr Gothaern zu erschließen und auch die letzten problematischen Grundstücke zu entwickeln, versucht die Stadt Gotha, weitere Flächen für Wohnungsneubauten und interessante Sanierungskonzepte vorzubereiten und anzubieten. Mit diesem Hintergrund soll für die Altstadt die Gothaer Innenstadtinitiative mit dem Titel „Gotha lebt“ etabliert werden. Ziel ist es mit noch intensiverer Werbung und Moderation zwischen Grundstückseigentümern, Bauinteressenten und Planern zu vermitteln und so Brachen oder sanierungsbedürftige Gebäude einer Nutzung zuzuführen.
Grundlage für den Start der Initiative in Gothas Altstadt ist die Erarbeitung eines Katasters in dem alle freien und sanierungsbedürftigen Grundstücke erfasst werden. Mit Zustimmung der Eigentümer werden diese am Gebäude bzw. auf der Brachfläche und in der Presse intensiv beworben. Erste Planungen werden von ortsansässigen Planungsbüros erstellt, um mögliche Nutzungen anzubieten. Neuerung ist außerdem ein thematisch spezieller Internetauftritt unter der Adresse www.gotha-lebt.de, der in Kürze über die Ziele und alle geplanten Aktivitäten der Innenstadtinitiative informieren wird.
Als Anlaufpunkt für die Innenstadtinitiative wird am 16.06.06 in der Schwabhäuser Straße/ Ecke Stiftsgasse ein Informationsbüro der Stadt Gotha eröffnet. Für interessierte Bauherren werden im Büro die Mitarbeiterin für Stadtsanierung der Stadt Gotha, Frau Ernst und Frau Schönefeld, vom Sanierungsträger der Stadt Gotha, Wohnstadt Thüringen mit umfangreichen Beratungsangeboten zur Verfügung stehen und bei der Suche nach dem geeigneten Grundstück, dem passenden Planungskonzept oder von Finanzierungsmöglichkeiten behilflich sein.
Geöffnet ist das Büro:
Dienstag 12 - 18.00 Uhr
Freitag 10 - 13.00 Uhr
Telefonisch erhalten Interessenten Termine und Auskünfte unter folgenden Telefonnummern:
Frau Ernst 03621/ 222613
Frau Schönefeld 03643/ 879217
Mit diesem neuen Weg erhofft sich die Stadt Gotha weitere Impulse und eine noch stärkere Stabilisierung der Innenstadt.


